Oftmals entsteht der Wunsch, sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen, erst in einer persönlichen Krise. Nicht nur, um sich gleichsam an der eigenen Identität abzustützen, sondern auch, um Kraft zu schöpfen aus der Gewissheit, ähnlich Schwieriges bereits einmal bewältigt zu haben. Daher der Begriff der „ressourcenorientierten Biografiearbeit“: In der Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie entdeckt man neu, was in einem steckt.

Wir leben in krisenhaften Zeiten. Das Wort „Krise“ bezeichnet einen Höhepunkt oder Wendepunkt in einer schwierigen oder problematischen Entwicklung. Wie die sensibelste Phase im Verlauf einer Krankheit, die über das Ob und Wie der Heilung entscheidet. Dass eine „Wende“ geschafft wurde, sieht man erst im Nachhinein. In der Krise, ob persönlich oder politisch weiß man nur, dass sich dringend etwas ändern muss.

Indem man über den Verlauf und die Bewältigung früherer Krisen schreibt, gewinnt man Zuversicht für die Aufgaben dieser Gegenwart. Ob im Inneren oder im Äußeren. Persönliche Fähigkeiten und das Gefühl der Handlungsfähigkeit („Ressourcen“) werden ver-gegenwärtigt.


Schreibidee #108: Schreibe darüber, wie du eine (innere oder äußere) Krise bewältigt hast.


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