#40 — Irdische Genüsse

Der Engel Damiel (Bruno Ganz) genießt seinen ersten Kaffee. (Wim Wenders: Der Himmel über Berlin)

Im Film »Der Himmel über Berlin« spielt der wunderbare, leider kürzlich verstorbene Schauspieler Bruno Ganz einen Engel, der dem ewigen, rein geistigen Leben entsagt und in den Fluss des irdischen Lebens steigt. Um einmal nicht abstrakt-allgemein, sondern konkret und verletzlich lieben zu können. Und um die farbige, sinnliche Welt zu erleben.

Ein bereits vor ihm »gefallener« Engel, gespielt von Peter Falk, preist den Geschmack von heißem Kaffee, das Zeichnen und das Gefühl, kalte Hände aneinander zu reiben, um sie zu wärmen:

Here, to smoke, have coffee. And if you do it together it’s fantastic. Or to draw: you know, you take a pencil and you make a darkk line, then you make a light line and togehter it’s a good line. Or when your hands are cold, you rub them together, you see, taht’s good, that feels good! There’s so many good things!


Um zu betonen, wie lecker, angenehm oder schön etwas ist, sagt man manchmal: »Dafür könnte ich sterben!« Und ist es nicht wirklich so, dass das sinnliche Erleben und die Vergänglichkeit zusammen gehören? Würden wir etwas genießen können, wenn es unbegrenzt zur Verfügung stünde? Kommt uns das Panorama am letzten Urlaubstag nicht schöner vor als an den Tagen zuvor?


Schreibidee #40: Schreiben Sie von den irdischen Genüssen, die Sie einem Engel empfehlen würden.


Hinweis: Ihr Text muss natürlich nichts mit Kaffee zu tun haben. Denken Sie auch an Kunst, Schönheit, an jegliche wertvollen, doch stets vergängliche Augenblicke.

[Wie immer fände ich es toll, wenn Sie Ihren Text zu dieser Schreibidee unten in die Kommentarbox kopieren und hochladen würden. Damit geben Sie zugleich Ihr Einverständnis für die Veröffentlichung auf diesen Internetseiten. Ich wünsche Ihnen viele Leser — und reichlich hilfreiches Feedback.]

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