#46 — Eine unglaubliche Geschichte

Was tut der rote Schirm dort?

Heute erfahren wir wohl das meiste, was wir über die Welt wissen oder von ihr zu wissen glauben, über die Medien. Aus dem Fernsehen, immer mehr auch aus den vielfältigen Quellen, die durch das Internet zugänglich werden.

Einen besonderen Stellenwert nehmen noch immer Informationen und Geschichten ein, die wir erzählt bekommen. Manche davon sind einfach und in ihrem Wahrheitsgehalt leicht zu überprüfen: »Hast du gehört? Morgen findet der Markt ausnahmsweise auf dem Schillerplatz statt, wegen des Umzugs.«

Andere sind nur zusammen mit der Erzählerin oder dem Erzähler angemessen zu beurteilen: »Da habe ich das Geschäft meines Lebens gemacht, weißt du. Mein Verhandlungspartner hatte nicht bemerkt, dass …« ; »Ich bin schon seit drei Jahren geschieden. Mein Ex-Mann hat doch tatsächlich …«

Schließlich gibt es Geschichten, aus denen man nicht richtig schlau wird. Die beim ersten Hören plausibel erscheinen, doch wenn man später darüber nachdenkt (oder sie vielleicht selbst weiter erzählt), wecken sie Zweifel. Es gibt die »modernen Sagen« wie die von der Spinne in Yuccapalme, und unerhörte Theorien, die im Brustton der Überzeugung weitergegeben werden. Beim Frisör oder beim Plausch auf der Straße erfahren wir von Spontanheilungen und seltsamen Zufällen.

Welche Geschichten wir ernst nehmen und wir wir darauf reagieren, hängt von unserem Weltbild ab. Darum halten uns „unglaubliche Geschichten“ auch einen Spiegel vor. Oder sie machen einfach nur Spaß.


Schreibidee #46: Schreiben Sie von einer unglaublichen Geschichte, die Ihnen einmal erzählt wurde.


Hinweis: Beschreiben Sie neben der eigentlichen Geschichte auch, von wem Sie sie erfahren haben, und die Erzählsituation, in der sie Ihnen mitgeteilt wurde. Glaubten Sie dem Erzähler oder der Erzählerin oder waren Sie skeptisch? Wie beurteilen Sie die Geschichte heute?

[Wie immer fände ich es toll, wenn Sie Ihren Text zu dieser Schreibidee unten in die Kommentarbox kopieren und hochladen würden. Damit geben Sie zugleich Ihr Einverständnis für die Veröffentlichung auf diesen Internetseiten. Ich wünsche Ihnen viele Leser — und reichlich hilfreiches Feedback.]

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